[Buchrezension] Weggesperrt – Die schrecklichen Seiten der DDR

Hey,

heute möchte ich euch wieder einmal ein Buch vorstellen. Das Buch „Weggesperrt“ von der Autorin Grit Poppe spielt im Jahre 1989, in der DDR und dreht sich insbesondere um die inzwischen umstrittenen Jugendwerkhöfe. Das gut 300 Seiten lange Buch erschien im cDv Dressler Verlag. Grit Poppe schrieb auch schon ähnliche Bücher des Genres und wurde 2010 für ihr Buch „Weggesperrt“ ausgezeichnet.

Schon das dunkle Cover mit dem schweren Türriegel, lässt schon die schreckliche Gefangeschaft der Hauptprotagonistin ahnen. Das Mädchen Anja Sander, 14 Jahre wird von der Stasi gefangen genommen. Ihr wird erklärt, dass ihre Mutter nicht in der Lage ist sie zu einer „allseitig entwickelten sozialistischen Persönlichkeit“ zu erziehen. Sie kommt in einen Jugendwerkhof, später in den gefürchteten Jugendwerkhof Torgau. Dort werden die Kinder und Jugendlichen schikaniert. Die Hausordnung muss auswendig gelernt werden, wer einen meist unverständlichen Fehler macht wird bestraft. Kommt in eine Einzelzelle, im schnellsten Fall in die sogenannte Dunkelzelle. Muss Sport bis zur Ohnmacht machen und Stunden lang den Boden schrubben.
Während ihre Mutter in U-Haft sitzt beschützt sie „der Panther“. Sie kennt ihn aus einem Gedicht, imaginär begleitet er sie und macht ihr Mut. Hilft ihr über die Schikanen der Erzieher.
Die Autorin schreibt auktorial, immer wieder zeigt sie die Verzweiflung der Gefangenen. Die Zustände im Jugendwerkhof beschreibt sie realitätsnah und spannend.
Mir hat das Buch gefallen (auch wenn historische Romane eigentlich nicht mein Genre sind). Ich würde es allen Jugendlichen und Erwachsenen ab 14 Jahren empfehlen. Ich denke das Buch spiegelt keinen Einzelfall wieder und ist trotz allen schrecklichen Erlebnissen der Protagonisten sehr interessant.

Ich hoffe es gefällt euch genauso gut wie mir!

Schöne Sommerferien! 🙂 Liebe Grüße dreamsonclouds ❤

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4 Gedanken zu “[Buchrezension] Weggesperrt – Die schrecklichen Seiten der DDR

  1. Da ich selbst in der ehemaligen DDR geboren und aufgewachsen bin, war ein wichtiger Punkt im Lehrplan immer der Besuch eines Stasigefängnisses(natürlich erst nach der Wende). Ich finde es ist wichtig, sich mit diesem Stück Geschichte auseinander zu setzen, deshalb finde ich so ein Buch gar nicht schlecht.

    • Wir haben das Buch in der Schule behandelt. Hätte es wahrscheinlich sonst nicht gelesen, bin aber nun froh es gelesen zu haben und habe auch gerade den zweiten Band angefangen. Stimme dir voll und ganz zu! 🙂

      • Ja,ja manchmal sind die Schulbücher garnnicht so schlecht. Wir haben damals unter anderem Der Fänger im Roggen gelesen, dieses Buch ist für mich heute noch ganz wichtig.

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